Verzierte Lebkuchen-Cookies. Eine feine Geschenkidee für die Adventszeit

By Sonntag, Dezember 13, 2015 6 Permalink 6

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Sich mehr als ein klitzekleines bisschen ärgern, wenn man zu einem Tag mit Peggy Porschen eingeladen wird und an diesem Samstag keine Zeit hat. Kenn ich. Leise in sich hinein wimmern, wenn man eine Woche zuvor an der Autobahnausfahrt des dafür vorhergesehenen Austragungsortes vorbeifährt. Passiert. Ausflippen vor Freude, als die Mail von Peggys Schwägerin in meinem E-Mail-Postfach aufploppt:
Komm‘ doch einfach am Freitag vorbei!  True Story.
Was? JAAA!! Aber sowas von. Natürlich. Klar. Uuunbedingt! Wann geht es los? 

Und zack war Freitag. Ich konnte es  immer noch nicht fassen, das ich mit PEGGY PORSCHEN Kekse verzieren durfte. Mit Peggy von der ich vier Bücher besitze. Mit der Person, die Hochzeitsgäste von Kate Moss and Jamie Hince mit feinstem Gebäck versorgte. Elton John’s White Tie & Tiara Ball mit Leckereien ausstattete, Stella McCartney’s Hochzeit und Sir Anthony Hopkins’ 70sten Geburtstag versüßte. Von Madonna and Gwyneth Paltrow mal ganz abgesehen, aber auch die beiden haben eine Schwäche für ihre zuckersüßen Werke. Mit Peggy, die so sympathisch und herrlich bodenständig ist.

Ganz praktisch war aber tatsächlich auch, dass Frau Porschen – die nun in London lebt – eigentlich aus einem Nachbarort kommt, der 20 Minuten von meinem Wohnort entfernt liegt. Hinzu kommt, dass die oben bereits erwähnte und verdammt bezaubernde Schwägerin genau dort den wohl hübschesten und untypischsten Handarbeitsladen der Welt besitzt, in dem wir nun in sehr netter Runde Cookies aufbrezeln durften.

Ein Lädchen, dass so gar nicht dort hinpasst wo es steht. Und wiederum so gut. Mit Christina an Bord, die Frau Lottis Machbar mit den allerschönsten Stoffen bestückt. In dem es Wolle gibt – die zum Besipiel Wool and the Gang heißt – und diese famos in den geschmackvollen Regalen drapiert ist. Allein bei dem Namen des Knäuels hätte ich mir wirklich gewünscht, dass ich ein klitzekleines bisschen stricken kann. Aber vielleicht lerne ich das auch irgendwann mal, wenn ich einen der Kurse dort belege, thihi.  Und überhaupt hat man schon beim Betreten das Gefühl, das man hier einen Moment länger verweilen möchte, weil es soviel Feines zu entdecken gibt.

Doch an diesem Tag drehte sich alles um Cookies und schon ging es los. Mit Lebkuchenmännern im Glas und natürlich passend zur Location: Wollpullovern.

 

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Mit einer Methode, die auch für Keksliebhaber mit nicht so großem handwerklichen Geschick geeignet sind. Hier werden die Kekse nicht aufwändig mit Royal Icing (einer Zuckergussglasur) bemalt, sondern einfach mit ausgerolltem und mit der gleichen Keksform ausgestochenem Fondant belegt.

 

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So lassen sich fix – wenn man nicht soviel quatscht wie wir – einige Kekse zum Verschenken oder auch zum selber Knuspern kreieren. In allen Formen und Farben die man mag. Und los geht’s.

 

LEBKUCHEN-COOKIES

nach einem Rezept von Peggy Porschen. 

 

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Zutaten für 40 mittlere oder 20 große Cookies

210 g brauner Zucker
3 EL dunkler Zuckerrübensirup
3 EL heller Zuckerrübensirup
3 EL gemahlener Ingwer
3 EL gemahlener Zimt
1 TL gemahlene Nelken
250 g gesalzene Butter, kalt
1 TL Natron
560 g Mehl zzgl. ein wenig zum Bestäuben

 

1. Vier Backbleche mit fettabweisendem Backpapier auskleiden. Braunen Zucker, dunklen und hellen Zuckerrübensirup, Ingwer, Zimt, und Nelken mit 5 EL Wasser in einen Topf geben. Mischung bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.

 

2. Vom Herd nehmen und nach und nach die gewürfelte Butter hinzufügen. Rühren, bis alles verbunden ist. Natron hinzufügen – aufpassen, da die Mischung aufquellen wird. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

 

3. Die abgekühlte Mischung in eine große Schüssel geben. Mehl hinein sieben und langsam vermengen, bis sich ein feuchter und klebriger Teig ergibt. In Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden kalt stellen., bis der Teig kühl und fest ist.

 

4. Teig auf eine bemehlte Oberfläche legen und auf 5-6 mm Dicke ausrollen. Mit Plätzchenausstechern die gewünschte Form ausstechen und Cookies auf Backbleche legen. Nochmals mindestens 30 Minuten kalt stellen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C vorheizen.

 

5. Cookies 8-10 Minuten backen, bis die Ränder leicht dunkel sind. Auf dem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

 

 

Zutaten für die Weihnachtspullover

 

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Anmerkung: Hier wurden helle Kekse mit dem Fondant verziert, aber es geht natürlich auch mit den Lebkuchen-Cookies, die wir bei den Lebkuchenmännern im Glas verwendet haben.

 

1 Lage Lebkuchen-Cookies in der Form von Smokings (8×10 cm)
400 g elfenbeinfarbene Zuckerpaste (Fondant)
2 TL Tragant
Palmin Soft
Lebensmittelfarben in Pastenform (z.B. von Sugarflair): Elfenbein, Eisblau, Rot
Esskleber
120 g Blütenpaste

 

Spezialwerkzeuge:

Prägematte Wolltextur
Modellierstab: Dresden Tool oder kleines Küchenmesser
kleiner oder mittlerer Schneeflockenausstecher mit Auswurf

 

1. Zuckerpaste glatt und geschmeidig kneten; falls sich die Paste hart und spröde anfühlt Tragant und etwas Pflanzenfett (Palmin soft) hinzufügen. Paste in drei Teile aufteilen. Ein Teil elfenbeinfarben lassen, einen mit roter und einen mit blauer Lebensmittelfarbe färben. Pasten zwischen den Arbeitsgängen in wiederverschließbaren Plastikbeuteln aufbewahren.

 

2. Die elfenbeinfarbene Zuckerpaste auf 2 mm Dicke ausrollen und mithilfe der Wolltextur-Prägematte ein Strickmuster aufprägen. Mit dem Smoking-Ausstecher genügend weiße Pullover ausstechen um ein Drittel der Cookies zu bedecken. mit Esskleber auf die Cookies kleben. Mit dem dünnen Ende des Dresden-Tool Manschetten, Kragen, und Bündchen in den Pullover ritzen. Vorgang bei den verbleibenden Cookies wiederholen, dabei eine gleiche Anzahl jeweils mit roter und blauer Zuckerpaste dekorieren.

 

3. Die Blütenpaste glatt und geschmeidig kneten; etwas Palmin soft hinzufügen, falls sich die Paste hart und spröde anfühlt. Paste 1 mm dick ausrollen. Schneeflocken ausstechen und mit Esskleber auf die Pullover kleben, bei Bedarf überstehende Paste abschneiden.

 

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TIPP: Das Prinzip bei den Lebkuchenmännern im Glas funktioniert ähnlich. Hierfür schreibe ich euch einfach mal das Royal Icing Rezept für die Umrisslinien der Gläser bzw. die Schleifen, Gesichter und Knöpfe der Lebkuchenmänner auf:

 

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Zutaten für das Royal Icing

250 g gesiebter Puderzucker
1 Spritzer Zitronensaft
1 Eiweiß
rote Lebensmittelfarbe in Pastenform (z.B. von Sugarflair)

 

1. Puderzucker, Zitronensaft und drei Viertel des Eiweißes in die saubere und fettfreie Schüssel des Elektromixers geben. Auf niedrigster Stufe ca. 2 Minuten mixen, bis alles gut zusammengefügt ist. Falls die Mischung zu trocken aussieht, etwas mehr Eiweiß hinzufügen. Das Royal Icing sollte glatt, aber nicht zu feucht aussehen. Fall das Royal Icing zu feucht zu flüssig und glänzend aussieht, die Konsistenz durch Zugabe von Puderzucker korrigieren.

 

2. Weitere 4-5 Minuten auf niedrigster Stufe weitermixen und dabei darauf achten, dass die Mischung nicht zu lange gerührt oder zu luftig wird. Die Masse ist fertig, wenn am Schüsselrand steife Zipfel entstehen und die Textur glatt ist und einen Satin-Schimmer hat.

 

3. Royal Icing in eine saubere Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch abdecken. Wenn es mit Frischhaltefolie abgedeckt wird und frische Eiweiße verwendet wurden, dann kann es im Kühlschrank 1 Woche lang aufbewahrt werden. Bei Bedarf mit Lebensmittelfarbe einfärben.

 

ACH!

Peggy hat mir für euch übrigens zwei ihrer Bücher signiert, die ihr nur heute auf meinem Instagramaccount absahnen könnt.

 

Peggy Porschen Cookie und Sweet Flowers

 

Wie funktioniert’s?  

Einfach das Give-Away-Foto auf Instagram liken und darunter folgenden Kommentar hinterlassen.
Verratet mir hier: KLICK wie bei euch der Satz endet: Immer wieder sonntags… Teilnehmen kann jeder Leser über 18 Jahren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Leser unter 18 fragen bitte ihre Eltern um Erlaubnis. Gelost wird mit einem Zufallsgenerator. Der Gewinner wird heute unter dem Foto auf Instagram veröffentlicht.

Habt’s fein,

Dani

Fotografien_Herr K.

6 Comments
  • ina - whatinaloves.com
    Dezember 13, 2015

    ohhhh my goooood sind deine kekse wunderschön 😀 vorallem die gingerbread-Gläser!!! ich bin verknallt!
    das buch wäre wunderbar!
    Immer wieder sonntags, schnappe ich mir meine kekse oder den Kuchen, den ich samstag gebacken habe und teile ihn mit menschen! Sei es auf einem der flüchtlingsfeste auf denen ich fast jeden sonntag bin oder mit meinen lieben eltern 😀
    wenn ich da mal mit soooo schicken keksen vorbeikomme würden sie sicher mega entzückt sein 😀

    • Dani
      Januar 16, 2016

      liebe ina,
      ich finde es so großartig, wie du dich einsetzt!
      das dickste küsschen dafür uns alles liebe,
      dani

  • Brit
    Dezember 18, 2015

    Ohhhh, die sind aber wunderschön, viel zu schade zum Essen.
    Habe gerade Deinen tollen Blog entdeckt, gefällt mir sehr.
    Viele Grüsse aus Paris & eine schöne Weihnachtszeit !!!

    • Dani
      Januar 16, 2016

      Oh, hallo und willkommen nach Paris!
      Ich liiiiebööö diese Stadt. <3
      Aber wer nicht 😉

  • Sarah
    Dezember 26, 2015

    Die Cookies sehen einfach super gut aus! Finde ich auch viel zu schade zum essen.
    An Fondant traue ich mich noch nicht so richtig ran und ich glaube für Cookies ist mir der Aufwand zu groß 😉
    Aber Hut ab! Wunderschön sind die geworden.

    Sarah

    • Dani
      Januar 16, 2016

      Liebe Sarah,
      Du hast recht, der Aufwand ist schon etwas größer,
      aber die leuchtenden Augen der Beschenkten rechtfertigen
      dann doch die investierte Zeit, thihi.
      Alles Liebe,
      Dani

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